ACOD Kongress 2026: Realitätscheck Automobilindustrie

21. August 2026
Wie kann die Automobilindustrie unter hohem Kostendruck wettbewerbsfähig bleiben, Innovationen schneller in die Anwendung bringen und gleichzeitig den tiefgreifenden Wandel der Branche bewältigen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 19. ACOD Kongress am 2. September 2026 in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden. Unter dem Titel „Realitätscheck Automobilindustrie – Kosten beherrschen. Tempo erhöhen. Umsetzung gemeinsam schaffen.“ bringt der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) Unternehmen, Wissenschaft, Start-ups und Politik zusammen.

Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Unternehmen entlang der automobilen Wertschöpfungskette müssen sich mit Kosten- und Wettbewerbsdruck ebenso auseinandersetzen wie mit technologischen Veränderungen, neuen Anforderungen an Lieferketten und der fortschreitenden Transformation zu nachhaltigen und digitalen Mobilitätslösungen. Gleichzeitig eröffnen Elektrifizierung, Digitalisierung und neue Formen der Zusammenarbeit Chancen, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Entscheidend ist dabei insbesondere, Innovationen schneller aus der Entwicklung in die praktische Umsetzung zu bringen.

Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer der ACOD GmbH, sieht im Erfahrungsaustausch einen wichtigen Schlüssel für die notwendige Orientierung: „Sich dem Umbruch der Automobilwirtschaft stellen zu können, setzt voraus, dass man ein besseres Gefühl dafür bekommt, wo es lang gehen könnte. Dabei helfen Erfahrungen anderer, die den Weg bereits gegangen sind, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, um Innovation zu beschleunigen und den Automobilstandort zu stärken. Genau darüber wollen wir mit Ihnen am 2. September gemeinsam sprechen.“

Vom Realitätscheck zu den zentralen Zukunftsfeldern der Branche

Wie dieser Realitätscheck in der Praxis aussieht, zeigt bereits das Vormittagsprogramm. In der Session „Realitätscheck Automobilindustrie“ beleuchtet zunächst VDA-Geschäftsführer Andreas Rade die aktuelle Lage und die Perspektiven der Branche. Anschließend geht es um neue Produktivitätsansätze wie humanoide Robotik, Innovationsimpulse aus anderen Industriezweigen und konkrete Erfahrungen im Umgang mit industriellen Umbrüchen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt die Session, wie Kooperationen Innovation beschleunigen können – vom Innovationstransfer und KI-gestützten Matchmaking bis zu neuen Recyclingverfahren und Anwendungen im Bereich Physical AI. 

Am Nachmittag vertiefen drei parallele Sessions zentrale Zukunfts- und Wettbewerbsthemen. Im Bereich Antriebssysteme und Elektromobilität stehen neue Batterietechnologien, die Perspektiven der Batterieproduktion in Deutschland, Solarunterstützung im Lkw-Bereich und regulatorische Anforderungen auf der Agenda. 

Die Session „Flexible Produktion & Digitalisierung, die sich auszahlt“ konzentriert sich auf konkrete industrielle Anwendungen – von digitalen Zwillingen und Catena-X über KI in der Produktion bis zu niedrigschwelligen Digitalisierungslösungen für KMU. 

Ein dritter Themenstrang beleuchtet Dual-Use und die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie als Option zur Diversifizierung. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Transformationsprozessen, neue technologische Geschäftsfelder sowie die Anforderungen, die mit einem Einstieg in diesen Markt verbunden sind. 

Ministerpräsident und OEM-Standorte im Dialog

Einen politischen Impuls setzt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der zur aktuellen Lage und zu Handlungsoptionen der Landesregierung sprechen wird.

Zum Abschluss folgt die traditionelle OEM-Werkleiterrunde, die den Blick bereits auf 2027 richtet. Unter der Moderation von Dr. Jens Katzek diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der ostdeutschen Standorte von BMW, Mercedes-Benz, Opel, Porsche, Volkswagen und Tesla gemeinsam mit dem Auditorium und Ministerpräsident Kretschmer über Perspektiven und Entwicklungen an den Standorten.

Damit versteht sich der ACOD Kongress auch 2026 als Plattform für eine offene Bestandsaufnahme und den Austausch über konkrete Lösungswege. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, neue Partnerschaften anzustoßen und aus technologischen Möglichkeiten möglichst schnell wettbewerbsfähige Anwendungen entstehen zu lassen.

Bereits am 1. September gibt es mit dem Business BBQ ein optionales Warm-up und eine zusätzliche Gelegenheit zum persönlichen Austausch vor Beginn des Kongresses.

Die Anmeldung zum ACOD Kongress 2026 erfolgt online über die Veranstaltungsseite: https://www.acod.de/product/acod-kongress-2026/

Anmeldeschluss ist der 28. August 2026. Die Teilnehmerplätze sind limitiert und werden nach dem Prinzip „first come – first served“ vergeben.

Über den ACOD

Der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) wurde 2006 auf Initiative der in Ostdeutschland produzierenden Automobilhersteller gegründet und ist heute die länderübergreifende Netzwerk- und Aktionsplattform der ostdeutschen Automobilwirtschaft. Er verbindet Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Start-ups, Forschung und Institutionen, fördert den Wissens- und Technologietransfer und schafft Kooperationen, die Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung in Ostdeutschland stärken.

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