Technologiefeldanalyse veröffentlicht

25. September 2020
Die von den Städten Leipzig und Halle (Saale) begleitete Studie identifiziert 43 Zukunftsthemen für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier. Damit liegt die erste von rund 25 geplanten Studien und regionalwirtschaftlichen Untersuchungen der Innovationsregion Mitteldeutschland vor, deren Ergebnisse in die Formulierung einer Strategie für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier einfließen wird.

„Mit der Technologiefeldanalyse haben wir für die vorhandenen Leitbranchen im Mitteldeutschen Revier den Status Quo in Bezug auf aktuelle Wachstumstreiber und Zukunftstechnologien analysiert. Unser Ziel war es, Potenziale für alternative Wertschöpfung und Innovation im Zuge des Strukturwandels und damit neue Alleinstellungsmerkmale der Region zu identifizieren“, erklärt Henning Mertens, Handlungsfeldmanager „Wertschöpfung und Innovation“ der Innovationsregion Mitteldeutschland. „Darüber hinaus wollen wir Vernetzungsmöglichkeiten entlang von Wertschöpfungsketten und Querschnittsthemen zwischen den einzelnen Branchen und Technologiefeldern aufzeigen, wie sie sich z. B. durch die Bioökonomie und die Wasserstoffwirtschaft u. a. für die Chemie, die Energiewirtschaft und die Landwirtschaft ergeben “, so Henning Mertens weiter.

Foto: Henning Mertens, Handlungsfeldmanager „Wertschöpfung und Innovation“ der Innovationsregion Mitteldeutschland.| Bildnachweis: Tom Schulze​​

Die Studie identifiziert insgesamt 43 Zukunftstechnologien/ -themen in den sieben Leitbranchen Energiewirtschaft, Chemische Industrie, Mobilität und Logistik, Ernährungswirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Tourismus und IT-Dienstleistungen. In einem weiteren Schritt wurden für jedes dieser Zukunftsfelder die vorhandenen Stärken der Region und die möglichen wirtschaftlichen Potenziale untersucht. Aus der Gegenüberstellung leiteten die Autoren der Studie jeweils Handlungsempfehlungen für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ab. 

Zu den Themenfeldern, die ein überdurchschnittliches Potenzial zur Stärkung des mitteldeutschen Wirtschaftsraums besitzen und in denen die Region bereits sehr gute Voraussetzungen verfügt, gehören laut der Analyse unter anderem die Bereiche alternative Proteine und Algenbiotechnologie, Grüner Wasserstoff als Energiespeicher,  die Entwicklung und Herstellung von biobasierten Polymeren, die Digitalisierung und Automatisierung im Transport- und Versorgungswesen (Logistik 4.0) sowie die IT-Sicherheit.

Über die branchenspezifischen Analysen hinaus werden in der Technologiefeldanalyse fünf zentrale Handlungsfelder für die Innovationsregion Mitteldeutschland benannt:

  • Power-to-X
  • Bioökonomie/ alternative Rohstoffe
  • Anbindung des ländlichen Raums
  • Digitalisierung als Querschnittsthema
  • Wissens- und Technologietransfer durch Scouting
 

Von diesen branchenübergreifenden Handlungsfeldern werden weitere Impulse für das wirtschaftliche Wachstum im Mitteldeutschen Revier sowie für die Vernetzung zwischen Branchen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen erwartet. Die Ergebnisse fließen in die Formulierung einer Strategie für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier ein, die bis Ende 2021 vorliegen wird. Aktuell laufen weitere acht Untersuchungen, u.a. zu den Themen Energie, Fachkräfte, Grüne Gase, Gewerbeflächen und Pfadabhängigkeiten der Braunkohlewirtschaft.

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