Zukunftsworkshop zu Grünem Wasserstoff in Grimma

21. Dezember 2019
Mitteldeutschland hat das Potenzial, zur Modellregion für Grünen Wasserstoff zu werden. Damit das gelingt, will das Projekt „H2-Chancendialog“ frühzeitig gesellschaftliche Akteure aus der Region bei der Entwicklung einer Zukunftsvision einbeziehen.

„Grüner Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie für das Gelingen der Energiewende. Für ihre langfristig erfolgreiche Entwicklung ist es notwendig, die vorhandenen Technologieansätze frühzeitig mit einer gesellschaftlichen Perspektive zu verbinden, um Akzeptanz zu schaffen und Innovationen für neue Energie- und Mobilitätslösungen zu ermöglichen“, betont Johann Jakob Häußermann vom Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer IAO. „Deshalb wollen wir im Rahmen des Projekts „H2-Chancendialog“ mit den regionalen Akteuren vor Ort ein gemeinsames, gesellschaftlich getragenes Zukunftsszenario für Produktion, Speicherung und Nutzung von Grünem Wasserstoff in Mitteldeutschland entwickeln“, so Johann Jakob Häußermann.

Foto: Johann Jakob Häußermann vom Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer IAO​​​​ 

Dazu laden das HYPOS-Konsortium und das Fraunhofer CeRRI zu drei Zukunftsworkshops in Mitteldeutschland ein, bei denen die Akzeptanzbedingungen von Grünem Wasserstoff diskutiert und neue Innovationsimpulse für die Technologie durch den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gesetzt werden sollen. Den Auftakt bildet ein Workshop am 6. Dezember 2019 (10 bis 16 Uhr) im Rathaus Grimma. Die Kreisstadt im Landkreis Leipzig bietet aufgrund der ansässigen klein- und mittelständigen Unternehmen im Energie- und Mobilitätssektor sowie der bereits existierenden Wasserstoffpipeline-Infrastruktur in der näheren Umgebung besonders gute Rahmenbedingungen für die Markteinführung der Zukunftstechnologie Grüner Wasserstoff.

Im Rahmen des seit Herbst 2018 laufenden Vorhabens „H2-Chancendialog“ wurden bereits Interviews mit Experten und Expertinnen der Wasserstoffbranche, weiteren Multiplikatoren in der Region sowie Bürgerinnen und Bürgern geführt sowie eine Literaturstudie zum aktuellen Forschungsstand erstellt. Die drei Zukunftsworkshops bilden einen weiteren Baustein des Projektes, dessen Ergebnisse in der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer gesellschaftlich getragenen Wasserstoff-Modellregion Mitteldeutschland münden.

Für den Zukunftsworkshop im Grimma ist aufgrund der begrenzten Platzzahl eine Anmeldung erforderlich. Diese ist noch bis zum 29. November 2019 per E-Mail an johann-jakob.haeussermann@iao.fraunhofer.de oder telefonisch unter 030 / 6807969-299 möglich.

Mehr News

Neue starke Partner für den CCUS-Hochlauf in Ostdeutschland: ITAD und Equinor unterstützen die CCUS-Initiative Ostdeutschland

Die CCUS-Initiative Ostdeutschland wächst weiter: Mit der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) und Equinor gewinnen wir zwei weitere starke Unterstützer, die eine zentrale Rolle beim Aufbau einer leistungsfähigen CO₂-Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa spielen.

Metropolregion Mitteldeutschland gestaltet Strukturwandeltagung 2026 in Halle mit

Am 16. und 17. November 2026 findet im Volkspark Halle die 4. Bundesdeutsche Strukturwandeltagung statt. Unter dem Motto „Strukturwandel gemeinsam gestalten – Zukunftsperspektiven in bewegten Zeiten“ kommen rund 300 Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen. Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland beteiligt sich mit zwei Fachforen zur Gestaltungskraft ehrenamtlichen Engagements und zu den Potenzialen einer zukunftsfähigen Kohlenstoffwirtschaft.